|
Cañón Del Colca
In der Nähe Arequipas befindet sich der Colca-Canyon,
von dem die Peruaner stolz behaupten, dass er tiefer
als der Grand Canyon sei. Die beiden lassen sich allerdings
nicht direkt vergleichen, da der Colca Canyon nicht wie der
Grand Canyon durch eine Hochebene nach oben abgeschlossen ist.
Insofern ist nicht klar, bis zu welchem Randgipfel man die
Höhe messen muss.
Genauso beeindruckend ist er aber allemal.
Zuerst war aber Busfahren angesagt (von Arequipa nach Chivay am Canyon).
Es ist unglaublich wie viele Leute in einen Bus passen. Er wird im
Prinzip auch nie voll. Neue Fahrgäste werden einfach nachgestopft und
man wird mehr zusammengedrückt. Auch der
Sitzabstand ist auf peruanische Beinlängen abgestimmt - habe
auf dem Rückflug dann die Beinfreiheit in der Economy-Klasse genossen ;-).
Bei (fast) jeder Busfahrt gibt es auch einen Reifenwechsel. Das geht
richtig fix. In nicht einmal 10 Minuten ist der alte Reifen ab- und der
neue angeschraubt.
Man beachte den halben Millimeter Profil des alten Reifens ...
... und die 0 mm des neuen.
Am Busbahnhof von Chivay wurden wir, wie üblich, von einer Schar
Peruaner in Empfang genommen, die uns jeweils für ihre Herberge
gewinnen wollten und sich bei den Preisen gegenseitig unterboten. Auf dem Weg in unsere kleine Herberge haben wir
dann die Höhe von 3700m schon gespührt. Das Luftbekommen fällt schwerer.
Unsere Familie hatte ein neugieriges Alpaca. Diese Tiere sind sehr
weit verbreitet, weil sie wenig anspruchsvoll sind, eine sehr weiche
und warme Wolle liefern und als Steak gegessen werden können.
Am nächsten Tag haben wir unsere 2-Tages-Canyon-Tour begonnen.
Los gings am Cruz Del Condor,wo man wunderbar Kolibris beobachten kann ...
... und natürlich die majestätischen Kondore. Mit Flügelspannweiten von bis zu
3 Metern schweben sie durch die Lüfte. I.d.R sieht man sie nur in den Morgen-
und Abendstunden, wenn die Thermik im Canyon besonders gut ist.
Die Weibchen erkennt man am weißen Muster auf den Flügeln und der roten
Kehle. Nichts geht über ein gutes Zoomobjektiv.
Da staunt auch der Peruaner.
Nach der Vogelschau ging es von 3400m hinunter in den Canyon, bis zum Fluß (auf ca. 2000m) und
auf der anderen Seite wieder ein Stück nach oben. Dort haben wir in einem
kleinen Andendorf übernachtet und sind am nächsten Tag wieder zurück nach
Cabanaconde (3290m) gekraxelt.
In den Dörfern wird das Fleisch zum Trocknen aufgehangen und so haltbar gemacht.
In dem Dorf haben wir eine gemütliche Übernachtungsmöglichkeit gefunden. Für die
Bettkonstruktion braucht man allerdings etwas Vertrauen - hält aber!
Am Abend wurden wir lecker bekocht - über offenem Feuer wie in alten Zeiten.
Überall werden Waren zum Verkauf angeboten.
Ein Blick auf unseren Weg. Rechts oben sind wir gestartet und links im Dorf haben wir
übernachtet.
Eine Frage bleibt aber: Warum ist der Canyon auf der linken Seite recht grün und rechts
so karg.
|
|