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Arequipa und unsere Chachani-Tour
Eine der Hauptattraktionen in Arequipa ist das Kloster Santa Catalina.
Es beherbergte Töchter aus reichen spanischen Familien und wurde errichtet,
als der Platz in den drei kleinen Klöstern nicht mehr ausreichte.
Mit seiner Größe bildet es im Prinzip eine Stadt in der Stadt.
El Misti (5822m) ist der Hausberg Arequipas. Der erloschene Vulkan
wird gern von Touristen bestiegen, weil er nicht all zu schwer zu erklimmen sein
soll und eine wunderbare Rundumsicht bietet.
Wir hatten allerdings ein Auge auf den Chachani (6075) geworfen, zum einen
weil wir im Schnee/Eis klettern wollten und natürlich um die 6000er-Marke zu
durchbrechen.
Arequipa selbst befindet sich zwar bereits auf 2300m. Dies ist aber für eine
Höhenakklimatisierung bei weitem nicht ausreichend.
Die nächsten zwei Tage verbrachten wir am Colca-Canyon (siehe nächste Seite),
wo wir uns auf bis zu 3400m bewegten.
Danach ging es los.
Wir wussten, dass diese Vorbereitung zu wenig ist. Aber mehr Zeit
stand uns für Arequipa und Umgebung nicht zur Verfügung (wir wollten ja
noch mehr vom Land erleben). Also wagten
wir den Besteigungsversuch. Ausrüstung (Steigeisen und Eisaxt) konnte
man in Arequipa ausleihen.
Für $60 haben wir sogar einen mutigen, abenteuerlustigen Taxifahrer gefunden, der
uns bis über 4000m gefahren hat und uns auch am nächsten Tag wieder abholen
sollte. Das Auto hat auf jeden Fall sehr gelitten bei dieser Fahrt.
Vom Chachani bot sich uns ein fantastischer Blick auf den El Misti.
Auf 5000m wurde dann das Zelt aufgebaut, gekocht und übernachtet.
Am nächsten Morgen um 1 Uhr ging es weiter. Für mich allerdings nicht,
mir war die Luft bereits zu dünn geworden und ich konnte mich kaum
noch bewegen. Die anderen haben es noch bis 5600m geschafft, bevor sie
das gleiche Schicksal ereilte.
Beim Abstieg sind die Symptome der Höhenkrankheit allerdings sofort
verschwunden.
Nun ja, es war ein Versuch, bei dem von vornherein klar gewesen ist, dass
er scheitern kann.
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