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Nazca, Nazca-Linien und Cementerio de Chauchilla
Nach unserer Bootstour zu den Islas Ballestas ging es weiter mit dem
Bus nach Nazca.
Auf dem Plaza de Armas deuten sich bereits die ersten Nazca-Linien an (am unteren Rand).
Aber zuerst ging es zum Cementerio de Chauchilla. Dies ist der Friedhof einer Kultur,
die lange Zeit vor den Inkas lebte. Durch das extrem trockene Klima sind die Mumien
sehr gut erhalten geblieben.
Alle Personen wurden in Hockstellung in kleinen Kammern begraben. Man beachte, dass die Frisur nach
tausend Jahren noch perfekt sitzt.
Aufgrund der üppigen Grabbeigaben (Gold, Textilien, Keramik, Nahrung) sind zahlreiche Gräber geöffnet und beraubt wurden. Man sieht dies
an den vielen Kulen im Wüstensand.
Weil das Wetter für einen Flug über die Nazca-Linien noch nicht gut genug war, haben wir
uns eine Stätte zur Goldgewinnung angeschaut. Per Beinkraft wird goldhaltiges Gestein
fein zermalen. Anschließend wird Quecksilber zugesetzt. Dieses reagiert mit dem Gold zu
Amalgam und fällt aus. Nach dem Abtrennen wird es erhitzt und zerfällt wieder in Gold und Quecksilber.
Ein Arbeiter kann auf diese Weise 7-10g (mit 22 Karat) pro Woche gewinnen.
Alles in allem ein unglaublich gesundes Verfahren.
Dann war es so weit. Mit einer Cessna flogen wir eine knappe Stunde über die Nazca-Figuren
[GPS][GPS][GPS]
[GPS].
Die Linien sind nicht tiefer als 10cm und entstanden, indem
das dunkle Gestein/Sand an der Oberfläche abgekratzt wurde. Die Figuren wurden von der Dresdnerin Maria
Reiche intensiv vermessen und erforscht, jedoch ohne Genaueres über deren Zweck und Ursprung herauszufinden.
Am Boden sind sie nahezu unsichtbar und auch aus dem Flug nicht leicht zu erkennen, da die
Landschaft von endlosen dickeren Linien durchzogen ist.
Die Panamericana wurde sogar quer durch eine Figur gebaut, ohne es
zu bemerken.
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