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Machu Picchu und der Inka Trail
Der Inka Trail und Machu Picchu [GPS] waren zweifelsohne die Highlights dieses
Urlaubs und ein gelungener Abschluss.
Man kann zwar auch mit dem Bus zur Inka-Ruine Machu Picchu fahren, aber
die 4-Tages-Wanderung auf dem Inka Trail ist auf jeden Fall empfehlenswert.
Seit die UNESCO verstärkt auf den Schutz des Weltkulturerbes achtet, dürfen nur noch 500 Leute pro
Tag auf den Trail, davon 200 Touris und 300 Träger. Leider ist man gezwungen,
eine geführte Tour zu machen. Für die Einheimischen sicherlich gut, da sie
so am Tourismus mitverdienen können. Die Touren sind meist 2-3 Monate im Voraus
ausgebucht.
Mit unserer Gruppe (4 Deutsche,2 Kanadier,3 Engländer,3 Amerikaner,2 Schweden,1 Finnin, dazu 22 Träger und 2 Guides)
waren wir dennoch sehr zufrieden.
Die Träger kümmern sich um das Essen, das Auf- und Abbauen der Zelte und und und...Man sieht
sie meist nur am Morgen und am Abend, weil sie normalerweise zügiger unterwegs sind.
Am Eingang wird der Pass kontrolliert. Stimmt die Passnummer nicht mit der angemeldeten überein oder hat man
Pass oder Studentenausweis zufällig nicht dabei, dann kommt man nicht rein. Da lässt sich
dann auch mit Geld nichts mehr machen (Dies ist wahrscheinlich der einzige Ort in Peru.)
Unser Guide Victor hat uns zahlreiche spannende Geschichten erzählt und Hintergrundwissen zu Kultur und
Landschaft vermittelt. Er selbst lebt sehr naturverbunden und hat beispielsweise von jeder Mahlzeit
den ersten Löffel an Mutter Erde abgegeben.
Der erste Tag war ein schöner Einstieg - 5h wandern von 2600 auf 3100m, mit atemberaubenden Aussichten
und vorbei an Inka-Ruinen, die dem Schutz des Inka-Pfades dienten.
Hier kann mit Visa oder Mastercard bezahlt werden :-)
Als wir im Camp angekommen sind, hatten die Träger bereits alles aufgebaut. Das Abendessen war sehr reichlich und
super lecker - mehrere Gänge: Salat, Suppe, Fisch und Tee. Auf dem Trail habe wir sicherlich, trotz des Wanderns, einige Kilo zugenommen.
Der zweite Tag war der schwierigste. Es galt den ersten Pass auf 4200m zu erklimmen. Wir sind extra zeitig aufgestanden,
damit wir einen möglichst großen Teil des Weges ohne Sonneneinstrahlung zurücklegen konnten. Zum Frühstück gabs Omelette
und Brötchen mit Erdbeermarmelade.
Alle haben es geschafft und diesmal konnten wir sogar mit der Geschwindigkeit der Träger mithalten. Es war aber
ein ungleicher Kampf, sie müssen 25kg tragen und unsere Rucksäcke wogen nur 12 bis 14 Kilo.
Auf der anderen Seite des Passes ging es dann wieder hinunter bis zum Camp. Durch das zeitige Aufstehen waren
wir bereits am frühen Nachmittag dort und konnten noch die (Höhen-)Sonne genießen.
Am dritten Tag standen zwei Pässe auf dem Programm, einer über 3950 und der einer über 3600m. Von beiden bietet sich
eine atemberaubende Aussicht.
Die Terrassen wurden von den Inkas angelegt und dienten dem Ackerbau. Auf diese Weise war eine Selbstversorgung
der Bevölkerung auch in so großen Höhen möglich.
Am vierten Tag hieß es wieder zeitig aufstehen. Bis Machu Picchu sind es noch 1-2 Stunden und wir wollen
zum Sonnenaufgang dort sein.
Sonnenaufgang in Machu Picchu - Wow!!!
Der Zipfel im Hintergrung ist der Wayna Picchu. Auf dessen Gipfel befindet sich ebenfalls eine kleine
Festung, die man über steile Stufen und Treppen erreichen kann.
Machu Picchu wurde erst 1911 entdeckt, die Spanier hatten es nicht gefunden. Es war damals zu 80-90% überwuchert und wurde nach und nach
freigelegt und teilweise rekonstruiert. Bei den meisten Gebäuden fehlt lediglich das Dach.
Die Festung auf dem Wayna Picchu, von unten kaum sichtbar, bietet eine schöne Aussicht auf die gesamte Anlage.
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