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Quito und der Hausberg Pichincha (4.690 m)
Quito [GPS], die Hauptstadt Ecuadors, liegt in 2.850 m Höhe, also so hoch wie Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze.
Umgeben ist die Stadt von zwei Gebirgszügen, der östlichen und der westlichen Andenkordillere.
Bereits der Anflug ist imposant. Auf der rechten Seite erhebt sich majestätisch der Cotopaxi mit seinen knapp 6000 Metern über die Wolken.
Inmitten der Stadt befindet sich der "Panecillo" (z. Dt. Brötchen) mit der "Virgin de El Panecillo" (Jungfrau vom Quito),
die im Gegensatz zu vielen anderen Statuen dieser Art Engelsflügel besitzt.
Die Katedrale mit unzähligen Gräbern und Urnenplätzen:
Der zentrale Platz ist, wie überall in Südamerika, ein Ort der Entspannung und Begegnung.
Mein Hostal liegt (nicht zufällig) im Partyviertel Mariscal. Es ist zwar Sonntag, aber trotzdem haben
zahlreiche Kneipen und Discos geöffnet und so steht einer "Clubbingtour" nichts im Wege. In Ecuador gibt es
nur eine bekannte Biersorte. Diese heißt auch ganz pragmatisch "Pilsner" und schmeckt gar nicht mal schlecht.
Neben zahlreichen Salsa-Kneipen - in denen man immer ruckzuck auf der Tanzfläche landet :-) - findet sich auch ein Club mit fetziger alternativer Gitarrenmusik und so
geht der erste Tag in Südamerika erst ziemlich spät zu Ende.
Tag 2
Der Tag beginnt mit der Fahrt zum Flughafen, um meinen Rucksack abzuholen, der erst heute angekommen ist.
Das Taxi wird deutlich preiswerter als am Vortag. Bei den ersten Verhandlungsversuchen gestern wurden zwar
aus 10 Dollar 8, aber das schnelle ok hatte mich doch stutzig gemacht. Nunja, es geht also auch
für 10 Dollar hin und zurück.
Ecuador hat übrigens im Jahr 2000 den US-Dollar als alleinige Landeswährung eingeführt und erspart
so lästiges umtauschen und umrechnen bei gleichzeitig günstigem Kurs zum Euro.
Die Umstellung hatte das Stoppen der galoppierenden Inflation von mehr als 100 Prozent pro Jahr zum Ziel, führte aber zunächst zu einer Verschärfung der Misere: Die Kaufkraft
der Löhne halbierte sich und ecuadorianische Produkte wurden auf dem Weltmarkt teurer und damit weniger konkurrenzfähig. Mit dem Anstieg der Ölpreise (u.a. durch den Irakkrieg)
und den dadurch steigenden Einnahmen wurde die Talfahrt teilweise gestoppt. Zudem werden pro Jahr bis zu 2 Mrd. Dollar von Ecuadorianer in die Heimat überweisen, die während der Krise
zu hunderttausenden in die USA und nach Europa ausgewandert sind.
Am Nachmittag geht es hoch hinaus - ein Ausflug auf den Rucu Pichincha (4.690 m) - zum einen
wegen des Ausblicks und zum anderen zur Aklimatisierung für weitere Bergtouren.
Blick auf Quito im Tal:
Der für heute geplante Partyausflug wird dann doch gegen einen ruhigen Abend getauscht.
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