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Trujillo und Huaca de la Luna
Nach einer weiteren Busfahrt erreiche ich Trujillo [GPS].
Die Stadt war eigentlich nur als Zwischenstation auf dem (langen) Weg zur Cordillera Blanca geplant.
Aber es bietet sich ein Besuch der imposanten archäologischen Ausgrabungsstätten der Huaca de la Luna
und Chan Chan an.
Für die Sicherheit ist gesorgt:
Huaca de la Luna (Mondtempel) und Huaca del Sol (Sonnentempel/Sonnenpyramide) sind Bauten der
Moche-Kultur, die während des 3. bis 8. Jahrhunderts errichtet und erweitert wurden.
Interessant ist, dass der Mondtempel aus mehreren Pyramiden besteht, ähnlich einer Matroschka ;-).
Vereinfacht gesagt, wurde die jeweils bestehende Pyramide erweitert, indem an allen Seiten angebaut wurde. Hierbei
wurden bestehende Verzierungen einfach eingemauert, so dass diese bis heute gut
erhalten geblieben sind. Durch abtragen der Adobeziegel (luftgetrocknete Ziegel) können die Forscher
daher Schritt für Schritt den Werdegang und die Kulturentwicklung (rückwärts) rekonstruieren. Auf dem
folgenden Foto sind zwei "Generationen" sichtbar:
Blick von der Huaca de la Luna auf die Huaca del Sol im Hintergrund:
Die verwendeten Ziegel weisen verschiedene Markierungen auf. Vermutlich mussten sie als Tribut
abgeliefert werden und jede Familie hat ihre Lieferungen entsprechend gekennzeichnet.
Die Konstruktion in Form rechteckiger Türme galt der Erdbebensicherheit und hatte
bessere Chancen die Jahrhunderte zu überstehen.
Eine weitere Ausgrabungsstätte mit dem Regenbogentempel ("Huaca Arco Iris"):
Die weitläufige Anlage von Chan Chan wurde von der Chimú-Kultur vermutlich
um 1300 errichtet. Sie war zu dieser Zeit die wahrscheinlich größte Stadt Südamerikas.
Der Fisch markiert den Weg in dieser staubtrockenen Umgebung:
Zum Abschluss gibt es noch einen Kurzausflug nach Huanchaco am Pazifik, bevor es mit dem Nachtbus
nach Huaraz in die Cordillera Blanca geht.
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